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Die Lesachtaler Bauern als Erhalter der Kulturlandschaft

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Ein Berg der Superlative in Sachen Naturbelassenheit und Artenvielfalt!

Bereits 1867 durch Gustav Adolf Zwanziger erstmals erforscht und spätestens seit dem Sieg bei der ORF Kärnten Landesausscheidung von „9 Plätze, 9 Schätze“ in aller Munde: Der Blumenberg Mussen, der aufgrund seiner Einzigartigkeit durchaus das Potenzial hat, um das Finale zu gewinnen und der Sieger der heurigen Ausgabe zu werden.

Ein Voting für die Mussen, ist ein Voting für die Bergbauern und für den Erhalt der Artenvielfalt!

Die Mussen steht seit 1978 unter Naturschutz. Ohne den Bauern, die jedes Jahr nur die Hälfte der Wiesen und das ohne schweres Gerät zumeist von Hand mähen, wäre eine Verbuschung unaufhaltsam und die über lange Zeit entstandene Biodiversität schnell wieder Geschichte. Sie sind es, die mit ihrer Arbeit den Erhalt dieser Kulturlandschaft in Form einer unbeschreiblichen Alpen-Flora und -Fauna gewährleisten. 1995 wurde die Mussen außerdem zum „Natura 2000“-Schutzgebiet und entspricht den Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien der EU.

Die Mussen-Bauern sorgen sich um den Artenreichtum mit mehr als 500 verschiedenen Pflanzenarten, davon 280 sogenannte höhere Pflanzen, welchen die Mussen ihren Ruf als „Blumenberg“ der besonderen Art zu verdanken hat. Darunter seltene Orchideenarten wie die Türkenbund-, die Feuer- und die „botanische Königin“ die Alpen-Paradies-Lilie, die hier – in diesem Gebiet – ihre nördliche Verbreitungsgrenze findet.

Einher gehen Bergeidechsen, Kreuzottern sowie mehr als 100 verschiedene Spinnenarten. Insgesamt mehr als 1.000 Tierarten wurden auf der Mussen registriert. Allein 670 nachgewiesene Schmetterlingsarten, wovon eine überhaupt erst hier entdeckt wurde, machen sie besonders in den Frühlingsmonaten bis Juni zu einem Naturschauspiel.

Was ist die Mussen, und wo liegt sie?

Geografisch lässt sich das rund 367 Hektar große Gebiet, – welches sich zur Gänze in der Gemeinde Kötschach-Mauthen befindet – am besten durch die Begrenzung durch den Gailbergsattel im Osten und im Westen – im Lesachtal – durch den östlichen Eckpfeiler der Lienzer Dolomiten eingrenzen.

Das durch Menschen Hand entstandene Almgebiet liegt oberhalb des hochmontanen Buchenwaldes, der in Lärchenwälder übergeht und auf etwa 1.500 Metern die Baumgrenze unter der Mussen bildet. Darüber finden sich dann wieder Golschwingelrasen und Blaugrashalden.

Die Mähwiesen wurden vor geraumer Zeit geschaffen, um Viehfutter für die Ortschaften St. Jakob, Strajach und Podlanig zu erhalten. Dadurch und durch eine konsequente, aber nicht exzessive Bewirtschaftung wurde der Wasserhaushalt im Boden herabgesetzt und mit dem Faktor Wärme die Voraussetzungen geschaffen, um aus dem Mussenstock das heutige Blumenparadies entstehen zu lassen

Die Mussen erwandern und bestaunen, aber nicht zertrampeln

Die Mussen-Bauern fürchten sich schon wenig vor einem Ansturm, der durch die TV-Show ausgelöst werden könnte und man will weiterhin mit Bedacht für „Urlaub abseits der Massen“ werben. Auch will man gleich darauf hinweisen beim Wandern auf den Wegen zu bleiben und keine Blumen zu pflücken, denn viele davon sind Raritäten und stehen unter strengem Naturschutz.

Der wunderschöne Wanderberg kann von mehreren Seiten aus erstiegen werden. Die Ausgangspunkte dafür sind Strayach, St. Jakob und Podlanig im Lesachtal, oder Oberdrauburg. Von Kötschach-Mauthen aus kommt man über das Vorhegg auf den Blumenberg. An Schönheit kaum zu überbieten ist auch der Anstieg vom Gailberg in etwa 950 m Seehöhe. Die beste Zeit für eine Wanderung, bei der man das gesamte Spektrum zu Gesicht bekommt, ist von Mai bis Juni. Der botanisch Interessierte wird hier seine Freude haben.

Pressekontakt:
Gerald Kroschel BA, MA NLW Tourismus Marketing GmbH
9620 Hermagor, Österreich | T +43 4282 3131-313 | E gerald.kroschel@nlw.at

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