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Erfolgreiche Polizeiwerbung: Zunahme bei Bewerbungseingängen

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Die moderne Polizei steht vor zahlreichen anspruchsvollen Herausforderungen. Für die Bewältigung dieser Herausforderungen wird laufend qualifiziertes Personal benötigt. Unter dem Titel „Ich kann’s werden“ startete das Bundesministerium letztes Jahr eine breit angelegte Kampagne, welche erst kürzlich mit dem KURIER „Werbe-Amor“ als beste Werbekampagne 2023 ausgezeichnet wurde. Mit dem Ende des Jahres zeigen sich nun erste Ergebnisse der Initiative. Die Anzahl der eingelangten Bewerbungen ist gestiegen.

Kampagne © BMI
Kampagne © BMI

Während sich in Kärnten für den Aufnahmetermin im Dezember des letzten Jahres, noch unter den „alten“ Aufnahmekriterien, 180 Interessierte für den Polizeidienst beworben haben, konnte die Anzahl an Bewerbungen durch ein neues Aufnahmeverfahren und durch die breit angelegte Recruiting Kam-pagne beinahe verdreifacht werden. Für die Aufnahme im heurigen Dezember haben sich 461 Frauen und Männer beworben. Daraus wurden die besten 50 aufgenommen.

Dieser Erfolg spiegelt sich auch bei den Bewerberzahlen für das gesamte Bundesgebiet wieder. Haben sich im März 2023 noch rund 876 Männer und Frauen beworben, stieg die Aufnahmezahl im Dezem-ber auf über 3200!

Das ist auf mehrere Modernisierungsmaßnahmen in den Bereichen Recruiting, Bewerbungsprozess und Aufnahmeverfahren zurückzuführen. Zum einen startete man im September 2022 die breit ange-legte Werbekampagne „Ich kann’s werden“- ein konzentriertes, multimediales, breites Projekt mit dem Ziel, Personen verschiedenster Gruppen anzusprechen, um die Reihen innerhalb der Polizei so vielfältig wie möglich zu gestalten.

„Mir taugt der Beruf der Polizistin, deshalb habe ich in der Teilnahme bei der Kampagne eine Möglich-keit gesehen, zu zeigen wofür ich stehe und was ich gerne tue. So umfangreich wie die Karrieremög-lichkeiten bei der Polizei, so vielfältig sind auch die Charaktere innerhalb des Kollegiums, jeder bringt seine persönlichen Stärken ein.“ – Anika – Polizeischülerin und Testimonial

Zudem wurde beim Recruiting auch auf physische Präsenz gesetzt. Bei Messen und speziellen Re-cruiting Veranstaltungen wie etwa dem Girls‘ Day oder Aktionen wie „Coffee with Cops“ konnten inte-ressierte Menschen im persönlichen Austausch Einblicke in den Polizeialltag gewinnen. Auch virtuell wird auf umfangreichen Dialog mit Interessentinnen und Interessenten gesetzt.

Seit der Einrichtung eines 24/7 Chat Service zur Polizeiaufnahme (per SMS, WhatsApp oder Signal) im Juni 2023 wurden unter der österreichweiten Telefonnummer 0664-7802-4948 rund 10.500 Nachrich-ten ausgetauscht. Zusätzlich werden auf verschiedenen Social Media Kanälen, allen voran dem TikTok Kanal @diepolizei mit knapp 66 Tausend Followern wurden rund 24.000 Anfragen zum Thema Re-cruiting bearbeitet.

Neues Bewerbungsverfahren und Anpassung der Aufnahmekriterien

Mit dem neuen und unbürokratischen Bewerbungsverfahren wird Jobsuchenden der Weg zum Wunschberuf des Polizisten bzw. der Polizistin erleichtert. So wird auf der Homepage www.polizeikarriere.gv.at beispielsweise ein One-Click Bewerbungsverfahren und ein Selbsttest an-geboten, um einen realistischen Einblick in das Auswahlverfahren zu verschaffen.
Zudem wurden die Kriterien für die Bewerbung den modernen gesellschaftlichen Entwicklungen ange-passt, so sind beispielsweise seit heuer sichtbaren Tätowierungen erlaubt. Auch der Besitz einer Lenk-berechtigung der Klasse B ist kein Aufnahmekriterium mehr, diese kann im Zuge der Grundausbildung erworben werden. Die erforderlichen Sport-Limits werden nicht mehr bei der Aufnahme, sondern später während der Grundausbildung im Zuge des Sportunterrichts nach eingehender Vorbereitung abgenommen.

Das Aufnahmeverfahren zu Polizeiausbildung besteht aus mehreren Modulen, welche bei negativem Abschluss innerhalb kurzer Zeit wiederholt werden können. Zudem werden individuelle Feedbacks über die Leistungen in der psychologischen Eignungsdiagnostik und dem Aufnahmegespräch angebo-ten. Bewerberinnen und Bewerber, die zuvor nicht erfolgreich waren, haben die Möglichkeit, an ihren individuellen Defiziten zu arbeiten, um sich mit besserer Vorbereitung erneut zu bewerben und ihre Chancen zu steigern. Der weiterhin größte K.O.-Faktor beim Aufnahmetest sind die Rechtschreibung und Grammatik. Deshalb der Appell: Interessierte sollten sich vor dem Test selbst testen und ihre Kenntnisse in diesem Bereich verbessern, wenn es Mängel gibt.

Übrigens- In Zusammenarbeit mit den Kärntner Volkshochschulen finden laufend praxisorientierte Vorbereitungskurse zur Aufnahme in die Exekutive statt. Der nächste Kurs beginnt mit 5. Jänner 2023.

Polizeizuwachs in Ausbildung
Erst kürzlich, mit 1. Dezember 2023, ist das Team der Landespolizeidirektion Kärnten um weitere 50 Mitglieder gewachsen. Sie haben das Aufnahmeverfahren erfolgreich bestanden. 12 Frauen und 13 Männer starten ihre Grundausbildung im BZS Krumpendorf, weitere 25 Aspirant:innen versehen ihre Grundausbildung im BZS Wels. Aktuell sind für die Landespolizeidirektion Kärnten 2122 Exekutivbe-dienstete im Einsatz, davon 499 Frauen – Tendenz steigend.

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