©v.l.n.r. StRin Christina Ball, Dorli & Georg Ertl (Almsenner) Markus Brandstätter, Obmann Arno Wassertheurer, Bgm. Siegfried Ronacher
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Die Stadtgemeinde Hermagor Pressegger See, in Zusammenarbeit mit der NLW Tourismus Marketing GmbH und der Agentur TAO, präsentieren den nächsten Meilenstein im Projektfortschritt der Karnischen Milchstraße – Wandern und Biken in neuen Dimensionen.
Das zweite Sternbild – „Der rote Planet“ – wurde nunmehr der Öffentlichkeit präsentiert und im Beisein von Bgm. Ronacher, StRin Christina Ball, Tourismusbüroleiter Markus Brandstätter sowie Vertretern der Rattendorfer Alm offiziell eröffnet.
Dieses Sternbild reicht bis ins obere Gailtal von Rattendorf bis Stranig und rankt sich rund um Waidegger Höhe, Rattendorfer Sattel, Ringmauer und Hochwipfel bis hin zum Trogkofel. Wanderer und Biker fühlen sich durch die Farbe des roten Sandsteines wie auf einem roten Planeten.
Nach dem Sternenbild „Die Lippen Europas“ welches von Hermagor über die Egger Alm bis hin zum Monte Lussari reicht, ist es nun das zweite Sternenbild im Rahmen des Projektes „Karnische Milchstraße“ welches offiziell eröffnet wurde.
„Mit dem INTERREG Projekt Karnische Milchstraße“ ist es uns gelungen, unsere schöne Natur auf eine neue Art und Weise in Szene zu setzen“, so die Verantwortlichen unisono.
v.l.

Was erwartet Sie im neuen Sternbild?


Eine Landschaft zum süchtig werden.
Es ist die Ankunft auf einem roten Planeten. So wirkt die Landschaft zwischen Waidegger Höhe und Rattendorfer Sattel, über die Ringmauer, den Hochwipfel bis zum Trogkofel. Das Rot begleitet einen, wenn man in großen Schritten durch die Erdgeschichte wandert.
In den Felswänden, den Sand- und Kalkschichten voller Fossilien, am früheren Meeresgrund, der den Almboden fruchtbar macht, und in der grauen bis rotbraunen Auernig-Formation. Im Frühsommer ist es das rote Blumenmeer aus Almrausch (Alpenrose), dass die Gartnerkofeldecke leuchtend überzieht.
Die alten Soldatenwege – die wie ein Spinnennetz die Landschaft prägen–tragen blutige, kriegerische Erinnerungen. Die Front verblasst jedoch, wenn man heute auf friedlichen Pfaden wandert, in einer Landschaft, die kontrastreicher und berauschender kaum sein könnte. Die Bergpersönlichkeit des Sternbildes „Der Rote Planet“ ist der Hochwipfel.


Die Almen im Sternbild “Der Rote Planet”:
• Rattendorfer Alm – Gailtaler Käsealm
• Straniger Alm – Gailtaler Käsealm
• Klein Kordin Alm – Gailtaler Käsealm
• Cason di Lanza
• Valbertat Alta


Vier Dimensionen im Sternbild “Der Rote Planet”.
…und dabei heute noch die Spuren des Meeres lesen können. Gipfel und Felsen waren vor Urzeiten unter der Wasseroberfläche des Meeres, welche diese Landschaft formte. Almrausch, ein Rausch an Farbe, Blüten und vollkommener Pracht! Im Frühsommer macht der Anblick fast süchtig, wenn du erlebst, welche Kraft in der roten Erde steckt.


Der Hochwipfel – die Bergpersönlichkeit des Sternbildes.
Als Landschaftsanker grenzt der Hochwipfel das Sternbild gemeinsam mit der Waidegger Höhe über die Ringmauer und dem Trogkofel bis zum Lanzensattel ab.Der Hochwipfel ist sowohl von der Rattendorfer Alm aus auch von der Klein Kordin Alm erreichbar. Er ragt aus der Landschaft und ist immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel in der Natur.


Auf dem Meeresboden spazieren gehen
Entlang des neuen Geotrails Findenig – Passo di Lanza eröffnen sich innerhalb der Karnischen Alpen die schönsten Panoramen. Zwischen Straniger Alm und Lodintörl machte die Geoparkleiterin Gerlinde Ortner auf die europaweit einzigartige Geologie und auf außergewöhnliche Fossilsteine aufmerksam. Auch historisch und botanisch ist dieses Gebiet eine Wanderung wert. Die Blumenpracht an der Südflanke des Findenig ist atemberaubend und Zeugnisse des 1. Weltkrieges finden sich auf Schritt und Tritt.


Milchprodukte.
Die Kunst, hervorragende Milchprodukte zu machen.


Rattendorfer Alm

Die Kessellandschaft, die durch die Ringmauer und einen Kranz aus Bergen nahezu eingekesselt ist, schenkt dieser Alm, mit einer Größe von 450 ha, ein besonders eindrucksvolles Landschaftsbild. Die alten Soldatenpfade ziehen sich wie ein engmaschiges Spinnennetz über den Almboden. Der wahre Schatz ruht im Boden: Die Rattendorfer Schichten nennt man die Sedimentablagerungen, die ein geologisches Unikat sind. Dieser Boden macht alles, was auf der Rattendorfer Alm wächst und entsteht, sehr besonders. Der Gailtaler Almkäse der hier gekäst wird, hat sein ganz eigenes, würziges Aroma. Die Kühe dürfen hier Feinschmecker sein: Auf den Almwiesen wachsen u. a. Enzian, Schnittlauch, Frauenmantel, Thymian, Johanniskraut, Schwarzbeeren, Preiselbeeren und auch Radicchio di Montagna.


Straniger Alm
Das Meer aus blühenden Blumen und die Fülle unterschiedlicher Kräuter machen die Straniger Alm zu einem Pflanzenparadies. Die fruchtbare, rote und geologisch interessante Erde lässt es blühen. Das Wiesenaroma findet den Weg direkt in die wertvollen Milchprodukte, die in der Käserei entstehen. Die ursprüngliche Rezeptur aus einer stimmigen Mischung aus Kuh- und Ziegenmilch, wie es früher beim Gailtaler Almkäse sein musste, wird hier traditionell fortgesetzt. Die Milch wird gekonnt veredelt und so entstehen vorzügliche Milchprodukte, u. a. hauseigenes Eis oder Lavendel und Kräuterkäse. Um hautnah dabei zu sein, gibt es die Möglichkeit, an einem Käsekurs oder einem geführten Almrundgang teilzunehmen.


Klein Kordin Alm
Die Klein Kordin Alm glänzt mit ihrer idyllischen Ruhe und einem traumhaften Ausblick auf die Gailtaler Alpen, den Gugel, den Schulterkofel und den Hochwipfel, ihren Hausberg. Die Landschaft wirkt zwischen Felsen, steilen Hängen und satten, grünen Wiesen sehr kontrastreich. Rotes Schiefergestein fällt an den Felswänden ins Auge. Einen besonderen Charme hat die Blumenpracht und die Liebe zum Detail mit der Gastgarten und Almhütte liebevoll dekoriert sind. Ein schöner Platz, der mit Liebe hergerichtet ist und mit köstlichen Käse- und Milchprodukten, Aufstrichen und hausgemachten Säften zum Verweilen und Gustieren einlädt. Im wahrsten Sinne pfiffig sind die Murmeltiere, die man hier im Hüttenbereich mit etwas Glück beobachten kann.

Die Friedensfront
…und wie heute Frieden gelebt wird, spürt man auf den friedvollen Wanderwegen und Bikerouten, die entlang der alten Kriegsstellungen und Soldatenwege verlaufen.
Genieße eine friedliche Wanderung auf den alten Soldatenwegen, die wie ein Spinnennetz in der Landschaft liegen.

Die Halterbua-Geschichten
…offenbaren interessante Hintergründe und Geheimnisse zum Leben auf der Alm.
Da lohnt es sich, genau hinzuhören! Das ist eine fantastische Gelegenheit, von einem echten Halterbua namens Hans Käferle, zu erfahren, was ihn am Leben auf der Alm so fesselte und warum ihn diese Landschaft fast süchtig machte.

Quelle:
ISC Nassfeld Pressegger See
Markus Brandstätter
Markus.brandstaetter@nassfeld.at
Tel.: 04282 2043